DIT UN DAT UHT HIDDENROE …im Februar 2026

Zum Ende des vergangenen Monats trafen sich die Vertreter der Hüttenröder Vereinigungen, um gemeinsam über die verschiedenen Veranstaltungen im Laufe des Jahres zu diskutieren.

Einiges ist ja bereits geschehen – die Schützen hatten bereits eingeladen.

Und auch das Knutfest ging schon sehr ordentlich über die Bühne – o.K. Jens

Gewählt wurde der Vorstand vom Harzklub – neu Katrin K. und benannt Frau Hauptmann M.

Volleyballturnier auch 2026 riesig beliebt – in ersten 2 Wochen 60 Teams gemeldet

Und hier der Jahresplan:

7. Februar               Skat und Knobeln im Schützenhaus

21. Februar             Dorfmeisterschaften – Darts im Sportlerheim

2. April                    Das Osterfeuer auf der Sportanlage … er kommt … für alle Kinder  

11. April                  Ostereiersuche bei Wanderung mit WIR nach C. ..Treff: Alte Schule

18. April                  Helfer-Brunch in Vorbereitung 51.Hüttenröder Volleyballturnier

24. April                  Blutspende bei der Feuerwehr

30. April                  Walpurgisfeuer mit der Feuerwehr

1. Mai                     Maibaumklettern und Pokalschießen mit den Schützen in der Meine

14. Mai                   Himmelfahrtskommando am Wetterschacht

22.-25.Mai              Das 51.Hüttenröder Volleyball-Turnier mit der Hexennacht

29. Mai                   Abschluss und Dankeschön für das Harzfest

20. Juni                  Der Schützentag in der Meine

24. Juni                  Talk am Brink

27. Juni                  Die Schützen schlagen die Scheiben an

4. Juli                     Das Teichfest

31. Juli                   Er beginnt … Unser Grasedanz

21. August             Das Sommerfest im Kindergarten

21. August             Das Zeltlager der Jugendfeuerwehren in der Meine

12. September       Das Kindersportfest des SV „Glück auf“

19. September       Das Dachfest mit der Kirche

20. September       Clean-Up Day mit WIR auf dem Spielplatz

26. September       Pfingsthelfer-Party

2.-4. Oktober          Jagt den Teufel … Vierbeiner auf der Sportanlage

4. Oktober              Erntedankfest auf dem Kirchengelände   

9. Oktober              Blutspende bei der FFW

24. Oktober            Halloween mit dem Skiverein in der Meine

6. November          Spuk am Schacht

11.November         Martinstag

15. November        Gedenkveranstaltung der Kirchengemeinde

28. November        Weihnachtsmarkt in der Meine

29. November        Klassik in der Kirchruine  

4. Dezember          Weihnachtsmarkt in der KITA

12. Dezember        Weihnachtsmarkt in der Kirchenruine

24. Dezember        Gottesdienst mit Krippenspiel

30. Dezember        Mettenschicht im Wetterschacht

… manches kommt noch dazu …z.B. ein Straßenfest mit WIR

             und im April das Sportplatz-Jubiläum von 1961

und ein Blick auf die nächste Seite:

Kuchenzahn und Schneup und Feger

 Später dann: ein weißer N. (darf man nicht mehr sagen)

Jetzt warn viele Männer dran – im März sind dann die Madels dran 

Erinnerungen ….Die Geschichte vom Hüttenröder Stumpelduhm

Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, da ergab es sich, dass ein Schweinehirt in den Abendstunden eines lauen Sommertages mit seiner Rotte genau an der Grenze zwischen Hüttenrode und Elbingerode einen Futterhalt einlegte. Dabei stieß einer seiner Schwarzkittel auf einen metallischen Gegenstand, der sich dann als eine goldene Glocke erwies.

Ganz in der Nähe hielten sich Bauern aus Hüttenrode und aus Elbingerode auf, die natürlich sofort Anspruch auf den goldenen Fund anmeldeten. Doch man wurde sich nicht einig und so kamen alle überein, dass die Entscheidung am kommenden Morgen um sechs Uhr fallen sollte, wem wohl die Glocke künftig gehören würde. Gesagt, getan … der Schweinehirt blieb zur Bewachung bei der Glocke. Die Hüttenröder trafen am nächsten Morgen mit einem Gespann ganz pünktlich an der Fundstelle ein, von den Elbingerödern aber war weit und breit nichts zu sehen. Sie hatten ganz einfach verschlafen. So luden die Hüttenröder den goldenen Schatz auf ihren Wagen und machten sich frohen Mutes Richtung Heimat davon. Plötzlich sahen sie auf dem weiten Feld eine mächtige Staubwolke, die Elbingeröder kamen in tollem Trab mit ihrem Gespann immer näher. So mussten auch die Hüttenröder das Tempo erhöhen. Doch da passierte es auf dem holprigen Weg. Ein Splint am rechten Hinterrad drohte rauszurutschen, die erfolgreiche Heimreise war auf das Ärgste gefährdet. Doch klug wie die Hüttenröder schon immer waren, steckte einer der Ihren seinen Daumen in das Loch und verhinderte damit den Verlust des Hinterrades. In wilder Jagd ging es Richtung Hüttenrode – die Elbingeröder aber kamen immer näher. Mit letzter Kraft jedoch erreichten die Hüttenröder ihr Heimatdorf, in dem sie von der freudigen Einwohnerschaft begeistert empfangen wurden. Der Hüttenröder aber, der mit seinem Daumen das Rad am Rollen gehalten hatte, musste schmerzhaft den Verlust seines Daumens, des Duhms, wie die Hüttenröder in ihrem plattdeutschen Dialekt sagen, zur Kenntnis nehmen. Es blieb nur ein Stumpel – seit dieser Zeit heißen die Hüttenröder im Volksmund die Stumpelduhm. Die Elbingeröder mussten wutentbrannt die Heimreise ohne die goldene Glocke antreten – und da sie die Zeit verschlafen hatten, riefen ihnen die Hüttenröder hinterher: Ihr Langeschläfer – auf plattdeutsch: Langeschläper. Seit dieser Zeit werden alle Elbingeröder Langeschläper genannt. Die Hüttenröder aber feierten ein großes Fest. Sie sind noch heute ein Völkchen, dass viele Feste feiert.  – und an manchem Sonntag berichtet der Hüttenröder Stumpelduhm über das Geschehen im Dorf. Die Elbingeröder aber erfahren es erst viel später – denn sie sind ja die Langeschläper.

             Wo die Glocke geblieben ist, weiß nur einer ….. Euer Hüttenröder Stumpelduhm!!

Oder du auch???      Wie heißt du denn eigentlich richtig ????

Auch in unsrer neuen Zeit  –Spitze Namen – weit und breit

Aufgeschrieben und genannt … sind sie hier im Dorf bekannt

Kecker, Molto, Mäuschen, Buhn     Jeder hat mit sich zu tun.

Boyo, Nixe, Gamm und Hammer …Vergesst sie nicht – es wär ein Jammer.

Schetter, Hahni, Paule, Pik …Jogi, Moritz – seine Frau ist dick

Uckchen, Ami, Schwarze Hand, …alle sind im Dorf bekannt

Hübi, Radi, Nummer sieben …Boyo, Fröschel – hier geblieben

Blitz und Prinz und Tutz, der Kleine   jeder weiß ja, wen ich meine

das weiß ein jeder – der Krumme. …der nicht spricht – der Stumme

Hibbel, Aser und dem Kecker …- jedem gehts mal auf den Wecker

Schlachter, Löke, Steuermann …hoffentlich kommt jeder dran

oder Momo und Bulette …Gelbsuchtinsel – jede Wette

Charlie, Schimmel, auch Caruso …Bodenluke – ja – ich tu so

auch das Auge und der Kunde …fehlen nicht in dieser Runde

auch der Deutsche mit Sohn Uff …steht auf diesem Zettel druff

ja den Lügenbold Baron …kennt die ganze Dorfschaft schon

Kuddel, Dolfi, Hotze, Stopper …das sind Männer – stark und propper

Männer gibt es – viele, viele …erinnert sei an Schmuckstück Piele

Der Schmucke, Schulle, LPG …so viele, auch noch Schaubudèè

immer noch die gleiche Leier …Prosit dann – Herr Schweinemeier

Edscho, Toto, auch der Tacken – nicht vergessen – einfach packen .

Und ihr wisst, vor unserm Gamm – steht sogar ein Sachse stramm.

Gilligan, sein alter Schwager… heißt zwar Dick – doch er ist mager

MANCHE SIND leider NICHT MEHR UNTER UNS Und so weiter und so fort – richtig gut an diesem Ort 

Euer Orts-Chronist

Erinnerungen an Episoden vom Hüttenröder Volleyball- Turnier

Und der Anfang deutete nicht darauf hin, dass es mal ein Riesending werden würde …

Im Herbst 1970 einigten dich die Sektionen Fussball (Peter Gehlmann) und Wintersport (Günter Beckmann) im Rahmen des Familien-, Dorf- und BSG –Sportfestes auch auf die Durchführung eines Volleyball-Turniers. Acht Mannschaften bekamen wir zusammen – u.a. Nationale Front mit dem Pfarrer. Dazu kamen auch die beiden Sektionen sowie Brüder Charwat, Grube Einheit und eine Mannschaft sowjetischer Sodaten Radarstation Hasselfelde (oder war das zum 1. Turnier??). Jedenfalls kassierten wir 10 Mark Stratgebühren – die Hasselfelder hatten kein Geld – und Alois Grund bezahlte aus eigener Tasche.

Ende Oktober startete dann das erste (kreisoffene) Hüttenröder Volleyball-Turnier – auf zwei Feldern (eines davon auf dem heutigen Tennisplatz, das zweite auf dem aktuellen Fussballplatz.

Versorger am Hang war Herbert Farken mit seiner Truppe

13 Mannschaften nahmen teil – auch DTSB Kreisvorstand mit Micki Scholz – Sieger Wohnbezirk 20 Blankenburg.

Erinnerungen:

Das Sportecho war hier – … der GROSSE ANFANG ….

Künftig folgen regelmäßig „Erinnerungen“ – von ALTSPORTFREUNDEN vorgekramt

Aus der Vergangenheit

SCHON HEUTE: WIR MÖCHTEN REGELMÄßIG einen Blick in Vergangenheit (siehe Volksstimme 2023)- Gegenwart und Zukunft – unseres gemeinsamen Volleyball-Turniers vom 21. bis 24. Mai (Pfingstsonntag) 2026 richten –

Erinnerungen an die Anfangsjahre des Hüttenröder Volleyball-Turnier – erstmals 1970 kreisoffen – ab 1979 für die ganze DDR –                 

DIE BILDER: Hans und Bodo beim Holzturnier – Astrid mit dem Originalton von Pitty – die Hexen in der Zeitschrift Für Dich – und seit einigen Jahren die große Hexennacht (mal erfunden von D.P.) – alles aufgehoben im Sportmuseum – ab 6. Januar sind die Meldeseiten für 2026 geöffnet.

Sport frei von Peter Gehlmann 

Volksstimme   Redaktion Blankenburg          21. Mai 2023

Hüttenröder Volleyball-Turnier empfängst seine Gäste

Sportlich ist die diesjährige Auflage „rein in den Harz und ran ans Netz“ ausgebucht – leider mussten einige Absagen verteilt werden – 40 Herren- sowie 16 Damenteams werden auf der Sportanlage „Glück auf“ zu Pfingsten um die begehrten Wanderpokale streiten, dazu eine Reihe von Nachwuchsmannschaften aus der Region.

„Mit der nunmehr festgelegten Teilnehmerzahl wird ein Zeitdruck vermieden“, so Dr. Stephan Pecher, Sportlicher Leiter des Turniers. Die großen Finals sollen am Sonntag um 15.30 Uhr (Damen) bzw. 18.30 Uhr angepfiffen werden. Für ehemalige Traditionsmannschaften wäre auch noch Platz.

In den Arbeitseinsätzen wurden die Spielfelder und Zeltplätze bereits aufgebaut. „Ein Dankeschön den Mitstreitern“ so der Vereinsvorsitzende Hans-Gerd Charwat. Am Mittwoch, 24. Mai, treffen sich alle Helfer ab 17 Uhr im Birkenwäldchen, um die restlichen Aufgaben während der Turniertage abzusprechen. Hilfe ist von Nöten!  

Terminlich festgelegt wurden bereits die berühmten Rahmenveranstaltungen. Die Eröffnungsveranstaltung am Freitag gegen 19.30 Uhr wird wieder von den stolzen Püschelkindern begleitet. Das Startspiel bestreitet wie immer der Pokalverteidiger. Die Kaffeetafel erwartet Sonnabend und Sonntag ab 15 Uhr vor dem Sportlerheim wieder viele Besucher – dazu gibt es einen Blick in die Turniergeschichte seit der Gründung 1970. Um 18 Uhr führt der Hüttenröder Stumpelduhm die kleinen, im Vorfeld schon geschminkten Hexen und Teufel, zusammen mit der Zauberkiste in den nahen Wald am Astberg und erzählt wie seit vielen Jahren die „Geschichte von Minna und dem Holzbein“ – übrigens erstmals ohne das sonstige „Erschrecken“.

Nach der Rückkehr startet der Tanz ums Pfingstfeuer. Bestimmt werden dann auch der Teufelskaiser und die Königshexe.

Um 19.30 Uhr beginnt vor dem Sportmuseum das „Internationale Holzturnier“, 1979 nicht ohne DDR-Probleme gegründet. Damals triumphierten die Gebrüder Charwat, heute zählt die „Hüttenröder Feierwehr“ zu den Favoriten. Die großen Hexen haben dann bereits ihren Bungalow bezogen und bereiten sich zusammen mit dem „Astberg-Deibel“ auf den Besen-Ritt um das wilde Feuer vor. Danach geht es wie zu jeder Mitternachtsstunde zur Party ins Festzelt. Am Sonntag werden um 09 Uhr die Turnierspiele fortgesetzt. Die Einwohnerschaft nimmt nachmittags nochmals an der Kuchentafel Platz. Hier hatten die „Spott- und Yogafrauen“ des Sportvereins gute Vorarbeitet geleistet. Zu den sportlichen Höhepunkten gehören die stimmungsvollen Siegerehrungen vor der Hallöhle. Jeder kommt aufs Treppchen – Sieger in Hüttenrode sind eben ALLE.

Zum Abschluss geht es nochmals ins Festzelt mit der “geilsten Party westlich vom Ural“ – benannt 1989 von Gästen aus Derenburg. Offiziell startet um 21 Uhr „Personal Mode“ in Concert. Dafür läuft übrigens vorher im „Lädchen“ der Kartenvorverkauf. Montags ist Abreise – erschöpft und frohgestimmt zusammen mit einem Hupkonzert geht es ab in die Heimat. Hüttenrode 2023 soll wieder ein Ereignis sein.

Peter Gehlmann      

Der Hüttenröder Stumpelduhm – auch Verwalter und Gestalter vom Sportmuseum –  wünscht allen Mitgliedern des Sportvereins Glück auf – aber auch allen Freunden und Unterstützern sowie den Bürgern des Dorfes alles Gute im neuen Jahr!! 

Das aktuelle Bild … die Perle des Dorfes – Foto vom Bergverein … Unser Blauer See … er ist wieder mal leer … Klimawandel? .. wohl kaum … immer wieder viele Besucher – aber oft Unordnung .. das ärgert auch zum Jahreswechsel nicht nur den Hüttenröder Stumpelduhm alias Peter Gehlmann  

Sportbild der Woche mit Trainer Mario Schmidt, Betreuer Tacken und Erbse – und den Spielern Steve Ossoba – Lars Gebhardt – Sven Nowitzki – Jacki H. – Nicki N. – Daniel Rudi – Mathias E.- und wer noch? –  Bild auch im Sportmuseum – montags geöffnet – Bildersammlung PeGe

Ein Fussballbild aus alten Tagen – die Dorfmeisterschaften (vor allem organisiert von B. Kulp und unterstützt von W. Rissmann – Linden-Eck ) fanden 10x statt – leider sind sie dann eingeschlafen – aber Bilder wie dieses haben wir auch im Sportmuseum aufgehoben – das mache ich gern … Peter Gehlmann 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie der Krieg 1945 nach Hüttenrode kam

 Chronisten des Dorfes

blättern in den historischen Unterlagen „Kriege in der Heimat“

Aus einem Bericht von Erika Gäbel

Erika Gäbel, Jahrgang 1932, wohnte 1945 in den „neuen Häusern“ Kampstraße Nummer 7. Sie erinnerte sich, dass deutsche Soldaten etwa am 10. April 1945 aus Richtung Thale durch das Johannisholz nach Hüttenrode kamen. Sie waren vor den Russen geflüchtet, liefen aber den Amis oft direkt in die Arme.

„In diesen Wochen gab es oft Fliegeralarm. Wenn die Kinder in der Schule waren, ging es dann in den Keller.

Auch beim Spielen, beispielsweise auf Meinerts Wiese, wurden die Kinder oft von Tieffliegern überrascht, die aus Richtung Nordhausen kamen. Verluste gab es nicht.

Am 19. April 1945 kamen die Amerikaner mit ihren Panzern aus Richtung Blauer See bzw. Kuhberg. Bei den Kampfhandlungen fielen viele deutsche Soldaten. Auch tote Pferde säumten den Weg. Ein amerikanischer Panzer stand an der Hauswand Nr. 7 in der Kampstraße, war von den deutschen Stellungen im Johannisholz zu sehen. 

Die deutsche Flak setzte zwei Treffer und beschädigte die Wohnung von Hermann Schulz. Weitere Treffer (abgefeuert aus Richtung Kuhberg) trafen die Wohnungen von Lierath (ebenfalls Nr. 7) und von Beckmann (Nr. 5 ganz oben, das Flurfenster wurde zerschossen).

In der Feldflur (hinter den Gärten hinter den „neuen Häusern“ Kampstraße) von Heinrich „Baumel“ Fischer (Reeken) hatten die Amerikaner Schützengräben ausgehoben, als Material nutzten sie Stall- und Gartentüren und auch Betten aus den Wohnungen. Die deutschen Bewohner hielten sich die ganze Zeit im Keller auf.

Die Bewohner des Unterdorfes wurden bei Fliegeralarm im Tunnel Braunesumpf untergebracht.

Es herrschte Ausgangssperre, die nach etwa zehn Tagen gelockert wurde.

Kurz bevor die Amerikaner kamen, wurden SS-Leute auf dem Grundstück Bleyer (Altenbraker Straße), die das Dorf bedingungslos verteidigen wollten, von deutschen Soldaten umgelegt. Damit wurde wahrscheinlich die größere Vernichtung unseres Heimatortes verhindert. Genaue Angaben kann jedoch niemand machen“.

Die Hüttenröder Orts-Chronisten haben die gesamte Geschichte aufgearbeitet. Diese Unterlagen sind nach telefonischer Anmeldung (03944-352627) ständig einzusehen. Erinnert wird zudem an eine Gedenktafel in der Blankenburger Straße, die nach der Wende von Gemeindedirektor Busse angebaut wurde. Ein fachlicher Fehler wurde leider bisher noch nicht entfernt. Eine offizielle Veranstaltung am 19. April 2025 gibt es in Hüttenrode nicht. Geschichtsinteressierte und heimatverbundene Bürger könnten sich am 19. April um 15 Uhr an der Gedenktafel in der Teichstraße treffen.

Ein Blick in die Hüttenröder Sportgeschichte

„Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen das Sportmuseum und den Hexenbungalow in Vorbereitung unseres Volleyball-Jubiläums auf Vordermann gebracht. Jetzt sind auch alle historischen Unterlagen einsehbar“, sagte Sport-Chronist Peter Gehlmann, seines Zeichens auch Verwalter und Gestalter des Sportgeschichts-Bungalows. In Gesprächen mit geschichtsinteressierten Bürgern wurde in die Hüttenröder Sportgeschichte geblickt. Dort ist unter anderem zu lesen:

1894 war der Arbeiter Turn-Verein Hüttenrode gegründet worden. Davon zeugt eine alte Postkarte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmten in unserem Heimatort vor allem Turner und Radfahrer das sportliche Geschehen, auch der Kampfsport und das Faustballspiel hatten hier ihre Heimstatt. Zudem gab es in den 1920er Jahren eine Kegelbahn mit zwei Bohlebahnen in der Teichstraße 18, auf der der Verein „Rollendes Glück“ seine Wettkämpfe austrug. Ob es sich dabei um Meisterschaftswettbewerbe handelte, ist nicht bekannt.

In den 1920er Jahren prägten Otto Vogeley, Richard Stein und Otto Ehrig das turnerische Geschehen.

1930 trug der Turnverein den Namen „MTV Turner-Brüderschaft“ Hüttenrode.

Er gehörte bis 1918 dem Arbeiter-Turnerbund und danach dem Arbeiter Turn- und Sportbund – Abteilung Harzgruppe an.

Zu dieser Gruppe gehörten 1929 ferner der Arbeiter-Sportclub Heimburg, Frisch auf Timmenrode, Frei heil Hasselfelde, Vorwärts Elbingerode, Freie Turnvereinigung Rübeland, MTV Benzingerode, MTV Cattenstedt, Frisch auf Rothehütte, MTV Neuwerk, MTV Tanne, MTV Timmenrode, MTV Wienrode und Turner-Brüderschaft Blankenburg.

Gruppenfeste mit allen Vereinen fanden in Hüttenrode 1927 und 1931 statt.

Im Turnverein gab es zudem einen Spielmannszug, der bis 1926 existierte.

Mit der Machtübernahme der Nazis wurde die Turnbewegung gespalten, fortan gab es zwei Turnvereine im Dorf.

Das war einmal der bekannte Arbeiterturnverein, der auf dem Saal von Christian Ilse seine Übungsabende abhielt und zum anderen der privilegierte Turnverein, der im Deutschen Haus turnte. Dessen Logo auf der Brust der Turner zeigte ein Hakenkreuz mit den Worten „Frisch – Fromm – Fröhlich – Frei“.

1927 fand in Hüttenrode ein großes regionales Faustballsportfest statt.

Schon 1920 hatte der Arbeiter-Turnverein „Brüderschaft“ Hüttenrode bei den Mannschaftswettkämpfen im Faustballsport einen 2. Preis gewonnen.

Zu den Aktiven zählten unter anderem K. Krüger, H. Fischer, E. Grüning, K. Schlimmer und R. Angerstein.

Faustball wurde von 1920 bis etwa 1933 in der Meine gespielt, das Spielfeld war 50 x 20 Meter groß.

In dieser Zeit wurde auch das Schlagballspiel organisiert, wahrscheinlich auf der heutigen Gänsewiese, denn das Spielfeld hatte eine Größe von 70 x 25 Meter. Organisator war Hermann Lierath.

Gespielt wurde mit Schläger (Fangholz) und Fänger, insgesamt pro Mannschaft 9 bis 12 Spieler, Spielzeit 3×20 Minuten mit einem Lederball von 7 Zentimetern Durchmesser.

1921 wurde in Hüttenrode der Arbeiterradsportverein „Sturmvogel“ erwähnt, 

Gründer bzw. Mitglieder waren die Gebrüder Wegener (Reeken), Friedrich Angerstein, Ernst Ecklebe, Fritz Pust, die Übungen mit vier Saalrädern fanden im Saal von Christian Ilse (Karl Rabe) statt.

Gute Beziehungen wurden zum gleichartigen Verein in Blankenburg unterhalten. Die Auflösung erfolgte etwa 1939.

Seit etwa 1925 bestand ein Athletikklub namens Eintracht Hüttenrode mit den Disziplinen Ringen, Gewichtheben und Fechten. Mitglieder waren August Rockstedt, Otto Reim, Fritz Rieche, Hermann Rodenstein, Alfred Trute und Karl Hoffmann.

Auch Prellball wurde bei uns gespielt.

„Gebolzt“ – also „unorganisiert“ Fußball gespielt – wurde in den Jahren vor dem 2.Weltkrieg.

Doch darüber und die Entwicklung des Fussballs, den Bau von drei Sportplätzen sowie die Volleyball-Turniere berichten wir im nächsten Sport-Teil.

Bild aus dem Sport-Archiv von Peter Gehlmann