Und der Anfang deutete nicht darauf hin, dass es mal ein Riesending werden würde …
Im Herbst 1970 einigten dich die Sektionen Fussball (Peter Gehlmann) und Wintersport (Günter Beckmann) im Rahmen des Familien-, Dorf- und BSG –Sportfestes auch auf die Durchführung eines Volleyball-Turniers. Acht Mannschaften bekamen wir zusammen – u.a. Nationale Front mit dem Pfarrer. Dazu kamen auch die beiden Sektionen sowie Brüder Charwat, Grube Einheit und eine Mannschaft sowjetischer Sodaten Radarstation Hasselfelde (oder war das zum 1. Turnier??). Jedenfalls kassierten wir 10 Mark Stratgebühren – die Hasselfelder hatten kein Geld – und Alois Grund bezahlte aus eigener Tasche.
Ende Oktober startete dann das erste (kreisoffene) Hüttenröder Volleyball-Turnier – auf zwei Feldern (eines davon auf dem heutigen Tennisplatz, das zweite auf dem aktuellen Fussballplatz.
Versorger am Hang war Herbert Farken mit seiner Truppe
13 Mannschaften nahmen teil – auch DTSB Kreisvorstand mit Micki Scholz – Sieger Wohnbezirk 20 Blankenburg.
Erinnerungen:
Das Sportecho war hier – … der GROSSE ANFANG ….
Künftig folgen regelmäßig „Erinnerungen“ – von ALTSPORTFREUNDEN vorgekramt
SCHON HEUTE: WIR MÖCHTEN REGELMÄßIG einen Blick in Vergangenheit (siehe Volksstimme 2023)- Gegenwart und Zukunft – unseres gemeinsamen Volleyball-Turniers vom 21. bis 24. Mai (Pfingstsonntag) 2026 richten –
Erinnerungen an die Anfangsjahre des Hüttenröder Volleyball-Turnier – erstmals 1970 kreisoffen – ab 1979 für die ganze DDR –
DIE BILDER: Hans und Bodo beim Holzturnier – Astrid mit dem Originalton von Pitty – die Hexen in der Zeitschrift Für Dich – und seit einigen Jahren die große Hexennacht (mal erfunden von D.P.) – alles aufgehoben im Sportmuseum – ab 6. Januar sind die Meldeseiten für 2026 geöffnet.
Sport frei von Peter Gehlmann
Volksstimme Redaktion Blankenburg 21. Mai 2023
Hüttenröder Volleyball-Turnier empfängst seine Gäste
Sportlich ist die diesjährige Auflage „rein in den Harz und ran ans Netz“ ausgebucht – leider mussten einige Absagen verteilt werden – 40 Herren- sowie 16 Damenteams werden auf der Sportanlage „Glück auf“ zu Pfingsten um die begehrten Wanderpokale streiten, dazu eine Reihe von Nachwuchsmannschaften aus der Region.
„Mit der nunmehr festgelegten Teilnehmerzahl wird ein Zeitdruck vermieden“, so Dr. Stephan Pecher, Sportlicher Leiter des Turniers. Die großen Finals sollen am Sonntag um 15.30 Uhr (Damen) bzw. 18.30 Uhr angepfiffen werden. Für ehemalige Traditionsmannschaften wäre auch noch Platz.
In den Arbeitseinsätzen wurden die Spielfelder und Zeltplätze bereits aufgebaut. „Ein Dankeschön den Mitstreitern“ so der Vereinsvorsitzende Hans-Gerd Charwat. Am Mittwoch, 24. Mai, treffen sich alle Helfer ab 17 Uhr im Birkenwäldchen, um die restlichen Aufgaben während der Turniertage abzusprechen. Hilfe ist von Nöten!
Terminlich festgelegt wurden bereits die berühmten Rahmenveranstaltungen. Die Eröffnungsveranstaltung am Freitag gegen 19.30 Uhr wird wieder von den stolzen Püschelkindern begleitet. Das Startspiel bestreitet wie immer der Pokalverteidiger. Die Kaffeetafel erwartet Sonnabend und Sonntag ab 15 Uhr vor dem Sportlerheim wieder viele Besucher – dazu gibt es einen Blick in die Turniergeschichte seit der Gründung 1970. Um 18 Uhr führt der Hüttenröder Stumpelduhm die kleinen, im Vorfeld schon geschminkten Hexen und Teufel, zusammen mit der Zauberkiste in den nahen Wald am Astberg und erzählt wie seit vielen Jahren die „Geschichte von Minna und dem Holzbein“ – übrigens erstmals ohne das sonstige „Erschrecken“.
Nach der Rückkehr startet der Tanz ums Pfingstfeuer. Bestimmt werden dann auch der Teufelskaiser und die Königshexe.
Um 19.30 Uhr beginnt vor dem Sportmuseum das „Internationale Holzturnier“, 1979 nicht ohne DDR-Probleme gegründet. Damals triumphierten die Gebrüder Charwat, heute zählt die „Hüttenröder Feierwehr“ zu den Favoriten. Die großen Hexen haben dann bereits ihren Bungalow bezogen und bereiten sich zusammen mit dem „Astberg-Deibel“ auf den Besen-Ritt um das wilde Feuer vor. Danach geht es wie zu jeder Mitternachtsstunde zur Party ins Festzelt. Am Sonntag werden um 09 Uhr die Turnierspiele fortgesetzt. Die Einwohnerschaft nimmt nachmittags nochmals an der Kuchentafel Platz. Hier hatten die „Spott- und Yogafrauen“ des Sportvereins gute Vorarbeitet geleistet. Zu den sportlichen Höhepunkten gehören die stimmungsvollen Siegerehrungen vor der Hallöhle. Jeder kommt aufs Treppchen – Sieger in Hüttenrode sind eben ALLE.
Zum Abschluss geht es nochmals ins Festzelt mit der “geilsten Party westlich vom Ural“ – benannt 1989 von Gästen aus Derenburg. Offiziell startet um 21 Uhr „Personal Mode“ in Concert. Dafür läuft übrigens vorher im „Lädchen“ der Kartenvorverkauf. Montags ist Abreise – erschöpft und frohgestimmt zusammen mit einem Hupkonzert geht es ab in die Heimat. Hüttenrode 2023 soll wieder ein Ereignis sein.
Peter Gehlmann
Der Hüttenröder Stumpelduhm – auch Verwalter und Gestalter vom Sportmuseum – wünscht allen Mitgliedern des Sportvereins Glück auf – aber auch allen Freunden und Unterstützern sowie den Bürgern des Dorfes alles Gute im neuen Jahr!!
Das aktuelle Bild … die Perle des Dorfes – Foto vom Bergverein … Unser Blauer See … er ist wieder mal leer … Klimawandel? .. wohl kaum … immer wieder viele Besucher – aber oft Unordnung .. das ärgert auch zum Jahreswechsel nicht nur den Hüttenröder Stumpelduhm alias Peter Gehlmann
… und außerdem einen Blick zurück … und auch zwei nach vorn
Ein Wort unseres Bürgermeisters
Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2025
Knapp ein Jahr Vorbereitung (inklusive Umbaumaßnahmen in der Meine, „alte Kuhlen“, Feld „Häge“, Hof „Abel“, …), zahlreiche Nerven und hin und wieder Streitereien sollte das fünfte Harzfest hier bei uns in Hüttenrode kosten. Der Lohn waren jedoch knapp 20.000 zufriedene Gesichter und der Beweis, dass „wir gemeinsam alles schaffen können“ wenn sich all unsere Vereine zusammenraufen. Der Sportverein und Harzklub feierten zusätzlich Jubiläen: 50stes Pfingstvolleyball-Turnier und 140 Jahre Grasedanz. „Wir für Hüttenrode“ sorgten für ein weiteres Fest: Bürgerfrühstück mit Kapelle und Ehrengast Gerda Jahn. Der Ortschaftsrat organisierte drei weitere Jubilarenfeiern. Aber wir haben nicht nur gefeiert: der Jugendclub zieht um und alle Sportler haben in der Turnhalle mehr Platz zum Üben. Der Spielplatz bekommt einen neuen Schliff – das sollten wir öfters machen. Die Kirche bekommt ihr Fundament als Basis für das anstehende Dach. Ein Rundwanderweg rund um Hüttenrode wird eröffnet. Hüttenrode wird zum Vorreiter der Stadt Blankenburg bezüglich digitaler Straßenzustandserfassung und Auftragsabwicklung. Wir haben ein neues hochmodernes Feuerwehrfahrzeug …
Es ist vieles sehr gut gelungen, jetzt ausruhen? Fehlanzeige. Der Glasfaserausbau stockt gewaltig – unsere Straßen sind nicht unbedingt besser als vorher. Neue Willkommensschilder sind für die nächsten Wochen geplant, der Grüngürtel um den Süden und Westen unseres Ortes wieder im Gespräch, der Blaue See – ein Dauerthema. Wir werden nicht alles 2026 schaffen, aber zumindest weiterhin vieles probieren und anstoßen. Michi Kulp
… Der Bergverein wünscht allen ein gutes 2026 – auch Rüdiger – Glück Auf
… Grasedanz und Harzklub wünschen aleln Mitgliedern, deren Familien und allen Einwohnern unseres Ortes ein wundervolles, entspantes Weihnachtsfest und einen richtig goten Start ins neue Jahr“! Vielen Dank für eure Unetrstützung – wir freuen uns darauf, auch 2026 wieder gemeinsam durchzustarten. Carsten u. Madeleine
… Der SV „Glück auf“ wünscht all seinen Mitgliedern und Unterstützern ein frohes, besinnliches Weihnachtsfwest und ein gesundes neues Jahr. Wir bedanken uns recht herzlich bei allen, die zum guten Gelingen des 50. Hüttenröder Volleybsall-Turniers beigetragen haben und verweisen in diesem Sinne gleich auf das Turnier 2026. Der Sportverein informiert, dass die Anmeldeseite für das Turnier 2026 am 6. Januar geöffnet wird und bitten alle Hüttenröder Teams sich rechtzeitig anzumelden, da ein Freihalten des Startplatzes immer schwierig ist.
… Jens Rissmann – Der Ski-Verein …Sehr erfolgreich ist weiterhin die Trainingsgruppe des Skivereins. Wettkampf um Wettkampf und jeder ist von Erfolg geprägt. Interressenten die sich für Ergebnisse der erfolgreichen Gruppe interessieren können sich gerne melden.
Und natürlich werden immer Menschen gesucht die Lust haben den Verein zu unterstützen und Lust haben Skiwettkämpfe als Kampfrichter oder Helfer zu unterstützen.
Der Skiverein bedankt sich bei allen Helfern und bei allen Gästen für das Gelingen des Weihnachtsmarktes. Zusammenhalt und das besuchen von Veranstaltungen im Dorf ist das was die Gemeinschaft am Leben erhält. Wir wünschen „ Frohe Weihnachten“
… ein Problem der Feuerwehr: Die Kinderwartin ist nach MD verzogen und steht daher als Leiterin der Kinderfeuerwehr nicht mehr zur Verfügung. „Gibt es jemanden, der Interesse und Lust hat“, wird gefragt. Dann bitte melden bei Viktoria Luise.
… Die Meldeliste für das Hüttenröder Volleyball-Turnier 2026 wird am 6. Januar geöffnet. Geplant sind wieder 48 Herren- sowie 24 Damenmannschaften – dazu eventuell Nachwuchs und Senioren. Eingebunden werden zwei HISTORISCHE TERMINE: 65 Jahre Sportplatz-Einweihung (fragt mal Werner Schütz) sowie 100 Jahre Gruppenturnfest des Arbeiter-Turn- und Sportbundesd 3. Preis Erich Fänger wohnhaft Grimmengasse.
… Danke für ein historisches Bild von Jürgen Dick – zusammen mit Dieter Stein über 40 Jahre Harzer Werke.
… Eine nette Information: An der Bahnbrücke in Braunesumpf wurden Wildschweine gesichtet – bitte vorsichtig fahren.
… Treibjagd bei Hä. – wohl nichts gefangen.
… Sport-Chronist Peter Gehlmann war zur Ehrenamtsveranstaltung des Fussball-Kreisfachverbandes Harz eingeladen und für seine Aktivitäten in den beiden historischen Bungalows geehrt.
… Andreas Montag und Simone …. starteten als Mitglieder des SV Glück auf Hüttenrode bei verschiedenen Laufveranstaltungen und errangen sehr gute Platzierungen. Diese sind im Sportmuseum ausgelegt.
Diwe nächsten Termine des SV Glück auf: 21. Februar Dorfmeisterschaften DARTS im Einzel – 2. April Feuerchen mit dem Osterhasen für alle Kleinen Hüttenröder.
… Meine Heimat Hüttenrode … mein Film:
„Ich möchte mich auch im Namen der Orts-Chronisten ganz herzlich für di Gelegenheit bedankern, unseren Heimatfilm vorzuführen. Großes Dankeschön an unseren BGM, der uns die Plattform gegeben hat, um unsere Leidenschaft für unsere Region und ihre Geschichten mit anderen zu teilen. … Ws bwedwurwr uns sehr viel zu wissen, dass unsere Arbeit geschätzt wird und dass wir mit unseren Bildern und Geschichten ein Stück Heimatgeschichte vermitteln konnten. Dank an alle, die dazuz beigetragen haben …GW Kondziela …
HÜttenröder antworten:
Es war wirklich eine ganz tolle Veranstaltung …ein SUPER-FILM … Erinnerung an unsere Kindheit …schade, dass zwei Veranstaltungen zur gleichen Zeit stattfanden ..MK: den Film wird es nochmals geben
… Informationen zum neuen Kirchendach;(nach Unterstützung von Andrea W.)
Das neue Dach für unsere Kirche ist in greifbarer Nähe. Im Oktober wurden nach den Schachtarbeiten und archäologischen Untersuchungen die sechs Fundamente mit den zwölf Anschlusspunkten für die Ständerkonstruktion gegossen. Danach wurde die Bodengfläche mit einer Kiesschicht aufgefüllt und plan verdichtet. Auf dieser Fläche kann später der Fussbodebn der Kirche aufgebaut wers´den. Im Frühjahr beginnen die Zimmerarbeiten mit dem Aufbau des Ständerwerkes, welches das an die alte Form angepasste Walmdach tragen wird. Anschließend wird das Dach mit anthrazitfarbenen Dachziegeln belegt und auf der Südseite mit einer scharzen Photovoltaikanlge des Netzbetreibers Stadtwerke Blankenburg komplettiert. Die Baukosten sind zu 95 % abgesichert. Kirchengemeinde und Förderverein danken allen Spendern und Unterstützern
Jugendfeuerwehr
Gruß Ralph Schmidt
Euer Hüttenröder Stumpelduhm
Sportbild vom Wochenende
Sportbild der Woche mit Trainer Mario Schmidt, Betreuer Tacken und Erbse – und den Spielern Steve Ossoba – Lars Gebhardt – Sven Nowitzki – Jacki H. – Nicki N. – Daniel Rudi – Mathias E.- und wer noch? – Bild auch im Sportmuseum – montags geöffnet – Bildersammlung PeGe
Ein Fussballbild aus alten Tagen – die Dorfmeisterschaften (vor allem organisiert von B. Kulp und unterstützt von W. Rissmann – Linden-Eck ) fanden 10x statt – leider sind sie dann eingeschlafen – aber Bilder wie dieses haben wir auch im Sportmuseum aufgehoben – das mache ich gern … Peter Gehlmann
blättern in den historischen Unterlagen „Kriege in der Heimat“
Aus einem Bericht von Erika Gäbel
Erika Gäbel, Jahrgang 1932, wohnte 1945 in den „neuen Häusern“ Kampstraße Nummer 7. Sie erinnerte sich, dass deutsche Soldaten etwa am 10. April 1945 aus Richtung Thale durch das Johannisholz nach Hüttenrode kamen. Sie waren vor den Russen geflüchtet, liefen aber den Amis oft direkt in die Arme.
„In diesen Wochen gab es oft Fliegeralarm. Wenn die Kinder in der Schule waren, ging es dann in den Keller.
Auch beim Spielen, beispielsweise auf Meinerts Wiese, wurden die Kinder oft von Tieffliegern überrascht, die aus Richtung Nordhausen kamen. Verluste gab es nicht.
Am 19. April 1945 kamen die Amerikaner mit ihren Panzern aus Richtung Blauer See bzw. Kuhberg. Bei den Kampfhandlungen fielen viele deutsche Soldaten. Auch tote Pferde säumten den Weg. Ein amerikanischer Panzer stand an der Hauswand Nr. 7 in der Kampstraße, war von den deutschen Stellungen im Johannisholz zu sehen.
Die deutsche Flak setzte zwei Treffer und beschädigte die Wohnung von Hermann Schulz. Weitere Treffer (abgefeuert aus Richtung Kuhberg) trafen die Wohnungen von Lierath (ebenfalls Nr. 7) und von Beckmann (Nr. 5 ganz oben, das Flurfenster wurde zerschossen).
In der Feldflur (hinter den Gärten hinter den „neuen Häusern“ Kampstraße) von Heinrich „Baumel“ Fischer (Reeken) hatten die Amerikaner Schützengräben ausgehoben, als Material nutzten sie Stall- und Gartentüren und auch Betten aus den Wohnungen. Die deutschen Bewohner hielten sich die ganze Zeit im Keller auf.
Die Bewohner des Unterdorfes wurden bei Fliegeralarm im Tunnel Braunesumpf untergebracht.
Es herrschte Ausgangssperre, die nach etwa zehn Tagen gelockert wurde.
Kurz bevor die Amerikaner kamen, wurden SS-Leute auf dem Grundstück Bleyer (Altenbraker Straße), die das Dorf bedingungslos verteidigen wollten, von deutschen Soldaten umgelegt. Damit wurde wahrscheinlich die größere Vernichtung unseres Heimatortes verhindert. Genaue Angaben kann jedoch niemand machen“.
Die Hüttenröder Orts-Chronisten haben die gesamte Geschichte aufgearbeitet. Diese Unterlagen sind nach telefonischer Anmeldung (03944-352627) ständig einzusehen. Erinnert wird zudem an eine Gedenktafel in der Blankenburger Straße, die nach der Wende von Gemeindedirektor Busse angebaut wurde. Ein fachlicher Fehler wurde leider bisher noch nicht entfernt. Eine offizielle Veranstaltung am 19. April 2025 gibt es in Hüttenrode nicht. Geschichtsinteressierte und heimatverbundene Bürger könnten sich am 19. April um 15 Uhr an der Gedenktafel in der Teichstraße treffen.
„Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen das Sportmuseum und den Hexenbungalow in Vorbereitung unseres Volleyball-Jubiläums auf Vordermann gebracht. Jetzt sind auch alle historischen Unterlagen einsehbar“, sagte Sport-Chronist Peter Gehlmann, seines Zeichens auch Verwalter und Gestalter des Sportgeschichts-Bungalows. In Gesprächen mit geschichtsinteressierten Bürgern wurde in die Hüttenröder Sportgeschichte geblickt. Dort ist unter anderem zu lesen:
1894 war der Arbeiter Turn-VereinHüttenrode gegründet worden. Davon zeugt eine alte Postkarte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmten in unserem Heimatort vor allem Turner und Radfahrer das sportliche Geschehen, auch der Kampfsport und das Faustballspiel hatten hier ihre Heimstatt. Zudem gab es in den 1920er Jahren eine Kegelbahn mit zwei Bohlebahnen in der Teichstraße 18, auf der der Verein „Rollendes Glück“ seine Wettkämpfe austrug. Ob es sich dabei um Meisterschaftswettbewerbe handelte, ist nicht bekannt.
In den 1920er Jahren prägten Otto Vogeley, Richard Stein und Otto Ehrig das turnerische Geschehen.
1930 trug der Turnverein den Namen „MTV Turner-Brüderschaft“ Hüttenrode.
Er gehörte bis 1918 dem Arbeiter-Turnerbund und danach dem Arbeiter Turn- und Sportbund – Abteilung Harzgruppe an.
Zu dieser Gruppe gehörten 1929 ferner der Arbeiter-Sportclub Heimburg, Frisch auf Timmenrode, Frei heil Hasselfelde, Vorwärts Elbingerode, Freie Turnvereinigung Rübeland, MTV Benzingerode, MTV Cattenstedt, Frisch auf Rothehütte, MTV Neuwerk, MTV Tanne, MTV Timmenrode, MTV Wienrode und Turner-Brüderschaft Blankenburg.
Gruppenfeste mit allen Vereinen fanden in Hüttenrode 1927 und 1931 statt.
Im Turnverein gab es zudem einen Spielmannszug, der bis 1926 existierte.
Mit der Machtübernahme der Nazis wurde die Turnbewegung gespalten, fortan gab es zwei Turnvereine im Dorf.
Das war einmal der bekannte Arbeiterturnverein, der auf dem Saal von Christian Ilse seine Übungsabende abhielt und zum anderen der privilegierte Turnverein, der im Deutschen Haus turnte. Dessen Logo auf der Brust der Turner zeigte ein Hakenkreuz mit den Worten „Frisch – Fromm – Fröhlich – Frei“.
1927 fand in Hüttenrode ein großes regionales Faustballsportfest statt.
Schon 1920 hatte der Arbeiter-Turnverein „Brüderschaft“ Hüttenrode bei den Mannschaftswettkämpfen im Faustballsport einen 2. Preis gewonnen.
Zu den Aktiven zählten unter anderem K. Krüger, H. Fischer, E. Grüning, K. Schlimmer und R. Angerstein.
Faustball wurde von 1920 bis etwa 1933 in der Meine gespielt, das Spielfeld war 50 x 20 Meter groß.
In dieser Zeit wurde auch das Schlagballspiel organisiert, wahrscheinlich auf der heutigen Gänsewiese, denn das Spielfeld hatte eine Größe von 70 x 25 Meter. Organisator war Hermann Lierath.
Gespielt wurde mit Schläger (Fangholz) und Fänger, insgesamt pro Mannschaft 9 bis 12 Spieler, Spielzeit 3×20 Minuten mit einem Lederball von 7 Zentimetern Durchmesser.
1921 wurde in Hüttenrode der Arbeiterradsportverein „Sturmvogel“ erwähnt,
Gründer bzw. Mitglieder waren die Gebrüder Wegener (Reeken), Friedrich Angerstein, Ernst Ecklebe, Fritz Pust, die Übungen mit vier Saalrädern fanden im Saal von Christian Ilse (Karl Rabe) statt.
Gute Beziehungen wurden zum gleichartigen Verein in Blankenburg unterhalten. Die Auflösung erfolgte etwa 1939.
Seit etwa 1925 bestand ein Athletikklub namens Eintracht Hüttenrode mit den Disziplinen Ringen, Gewichtheben und Fechten. Mitglieder waren August Rockstedt, Otto Reim, Fritz Rieche, Hermann Rodenstein, Alfred Trute und Karl Hoffmann.
Auch Prellball wurde bei uns gespielt.
„Gebolzt“ – also „unorganisiert“ Fußball gespielt – wurde in den Jahren vor dem 2.Weltkrieg.
Doch darüber und die Entwicklung des Fussballs, den Bau von drei Sportplätzen sowie die Volleyball-Turniere berichten wir im nächsten Sport-Teil.