{"id":496,"date":"2021-05-17T16:51:28","date_gmt":"2021-05-17T14:51:28","guid":{"rendered":"https:\/\/ditunddat.volleyballturnier-huettenrode.de\/?p=496"},"modified":"2021-05-17T16:54:54","modified_gmt":"2021-05-17T14:54:54","slug":"bergreport-nr-7-ueber-huettenroeder-strassen-und-flurnamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ditunddat.volleyballturnier-huettenrode.de\/?p=496","title":{"rendered":"Bergreport  Nr.  7             \u00dcber   H\u00fcttenr\u00f6der Stra\u00dfen- und Flurnamen"},"content":{"rendered":"\n<p>nach Prof. Damk\u00f6hler und Prof. Hahne 1927, bearbeitet von&nbsp; A. Pawel<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten dieser Namen haben ein solches Alter, das kaum mehr die Erstbennung datiert werden kann. Manches erschlie\u00dft sich nur aus guter Kenntnis der Ortsgeschichte, bei anderen Benennungen sollte der Leser zumindest etwas Harzer Platt verstehen k\u00f6nnen. Eine Z\u00e4sur brachte die Eingemeindung 2010 mit sich, weil hier, um Doppelnamen zu vermeiden, historische Stra\u00dfenbezeichnungen zwar beibehalten, jedoch mit einem Vorsatz versehen wurden. Das macht die Zustellung f\u00fcr die Post leichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfen durchziehen die Ortslage; 1. die \u201eBlankenburger Stra\u00dfe\u201c (heute die B 27) und 2. die \u201eAltenbraker Stra\u00dfe\u201c, fr\u00fcher der Steinweg genannt. Die Bezeichnung r\u00fchrte von der Aufschotterung her, seinerzeit ungew\u00f6hnlich, aber notwendig wegen der Erztransporte von hier zur H\u00fctte nach Altenbrak. Viel sp\u00e4ter, um 1823 wurde die Stra\u00dfe von H\u00fcttenrode bis R\u00fcbeland auf Anweisung der Herz\u00f6glichen&nbsp; H\u00fctte zu R\u00fcbeland errichtet, seit dieser Zeit schon mit der eigent\u00fcmlichen Doppelkurve am Sonnenberg (Willis Ged\u00e4chtniskurve). Erst 1840 war die gesamte Chaussee von R\u00fcbeland bis Blankenburg durchg\u00e4ngig befahrbar, wovon noch heute eine Gedenktafel an der Dachsklippe k\u00fcndet.&nbsp; Vor diesem Chausseebau f\u00fchrte die&nbsp; Verbindung Blankenburg- H\u00fcttenrode \u00fcber den steilen Wasserweg. Weiterhin gab es den \u201eNeuwerker Weg\u201c, der in das 1414 erstmalig erw\u00e4hnte \u201eNigetwerk\u201c f\u00fchrt. Besondere Eigenarten sind betont in dem \u201eEichensumpfweg\u201c und dem \u201eGr\u00fcneweg\u201c. Beim \u201eKreuzstieg\u201c in der N\u00e4he des Nebelholzes bzw. H\u00fcttenfelde ist es nicht erwiesen, ob sich hier zwei Wege kreuzten oder ein aus S\u00fchne f\u00fcr eine Untat geweihter Kreuzstein aufgestellt war. \u00dcber den \u201eM\u00fchlenweg\u201c kann es kein Zweifel geben, w\u00e4hrend der \u201eBollerkopf\u201c oder \u201eBollerweg\u201c bisher der Deutung harrt. \u201eG\u00e4nseweg\u201c und \u201eKuhlagerweg\u201c h\u00e4ngen mit der Viehhaltung zusammen, w\u00e4hrend der \u201eFischerstieg\u201c nichts mit dem Gewerbe der Fischer zu tun hat, sondern der neben der Stra\u00dfe von H\u00fcttenrode nach Altenbrak \u00fcber die Wiese des A. Fischer durch den hinteren Krautberg f\u00fchrenden Fu\u00dfweges ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft ist die Bodenbeschaffenheit oder die Oberfl\u00e4chenstruktur namensgebend. So z.B. in \u201eSteinbreite\u201c, \u201edie krumme Grube\u201c und \u201eWiesen am Rhodenstein (Farbe!) \u201eSauerbreite\u201c nach dem sauren und harten Gras, das sie bringen, wie nach der Feuchtigkeit. \u201eDer Kulk\u201c, \u201eAuf dem Kulke\u201c, \u201eDer Acker hinter dem Bruchteiche\u201c und \u201eDer Braune Sumpf\u201c bzw. &nbsp;Braunesumpfteich\u201c, (der heute durch Bahnanlagen beseitigt ist) nach der moorigen Erde und dem infolgedessen dunklem Wasser.&nbsp; Es ist schon richtig, wenn das \u201eKalte Tal\u201c diesen Namen erhalten hat, aber bei der \u201eSonnenbreite\u201c, dem \u201eharten und roten Sonnenberg\u201c (Gesteinsfarbe) kann man zweifeln, ob er wegen seiner sonnigen Lage so genannt wurde oder ob der Bergwerksbetrieb \u201eDer Hartsonnberger Zug\u201c die Veranlassung der Benennung wurde. \u201eDer Graben bzw. die Grabenwiese\u201c liegen an einem k\u00fcnstlichen Wasserlauf; \u201eIn der Drahle\u201c eine Mulde mit kleinem, gewundenen B\u00e4chlein ist zu vermuten, eine Ableitung von Rinne o.\u00e4.. \u201eStr\u00fclleke\u201c ein flacher Born zum Viehtr\u00e4nken, eine Verkleinerung von \u201eStrulle\u201c, wo das Wasser aus einer R\u00f6hre mit Ger\u00e4usch hervorsprudelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDer kahle Berg\u201c, \u201eDer kleine Krautberg\u201c, \u201eIm hinteren Kampe\u201c, \u201e Die Hanebreite\u201c (Hagen-Einfriedung), \u201eLichtenfeld\u201c und \u201eLichterfeldstrift\u201c, \u201eAuf der Reke\u201c (mittelniederdeutsch auch Reeke-Hecke aus Buschwerk) bed\u00fcrfen au\u00dfer den kleinen Zus\u00e4tzen keiner weiteren Erl\u00e4uterung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der sommerliche Viehaustrieb in alter Zeit hat wohl in den Flurnamen der Dorfmark seine Spuren hinterlassen. \u201eDie Trift\u201c, \u201eHammeltrift\u201c, \u201eLichterfeldtrift\u201c, \u201eK\u00e4lberla\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(mittelniederdeutsch-legede-Wiese), \u201eK\u00e4lbermeine\u201c (Meine-Gemeinschaftsland der Dorfgemeinde), \u201eSchweinekuhle\u201c, \u201ePuterwiese\u201c, \u201eG\u00e4nseweg\u201c und \u201eKuhteich\u201c. Die \u201eBauerwiese\u201c wurde allj\u00e4hrlich unter den Bauern neu vergeben, anders die \u201eHerrenwiese\u201c, die dem gr\u00e4flichen. Vorwerk geh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Fortsetzung zum Tag des offenen Denkmals am 12. September<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nach Prof. Damk\u00f6hler und Prof. Hahne 1927, bearbeitet von&nbsp; A. Pawel Die meisten dieser Namen haben ein solches Alter, das kaum mehr die Erstbennung datiert werden kann. Manches erschlie\u00dft sich nur aus guter Kenntnis der Ortsgeschichte, bei anderen Benennungen sollte der Leser zumindest etwas Harzer Platt verstehen k\u00f6nnen. 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